THE KTC LAB DEVELOPS AND APPLIES TEXTILE TECHNOLOGIES AIMED AT LEVERAGING AND EXTENDING HUMAN CAPABILITIES WITH DISRUPTIVE INNOVATION. FURTHERMORE WE ARE CONNECTING PEOPLE AND IDEAS ON OUR QUEST TO CREATE THE ULTIMATE LIFESTYLE. ON OUR JOURNEY WE HOPE TO DISCOVER MORE AND MORE CONCEPTS TO DO SO ALWAYS INSPIRED BY THE OLD PRINCIPLE OF HIPPOKRATES: FIRST DO NO HARM. WELCOME TO THE LAB!


12Mar 2019

Safe Travels 2

Im letzten Artikel habe ich das Thema Safe Travels bereits angesprochen und heute möchte ich an dieser Stelle fortfahren. Glaubt man den Anthropologen und Historikern, waren unsere Vorfahren wie die meisten Säugetiere Nomaden und wurden, wie es Yuval Noah Harari in Homo Deus so trefflich schildert, erst vom Ackerbau domestiziert und so auf unsere heutige, niedergelassene Lebensform vorbereitet. Ein Deal, der anfangs Sicherheit versprach, aber auf Dauer schon unseren Vorfahren massiv mehr Aufwand bescherte als das Wanderleben. Gemäß Weston A. Price haben Naturvölker, die sich bis heute nomadisch organisieren, sammeln und jagen, deutlich mehr Freizeit als wir… Wer Wheatbelly von David Perlmutter gelesen hat, und dessen Ansichten in Sachen Getreide teilt, dürfte an den Ausführungen von Harari viel Vergnügen haben.

 

Zurück zum Thema: Wir dürfen also grundsätzlich davon ausgehen, dass ein Locationwechsel für den Menschen nichts Besonderes ist. Das Phänomen Urlaub hingegen kennen wir nur beim Menschen der Neuzeit. Ein Gorillapärchen aus der Republik Kongo macht bis heute keinen Urlaub im Nachbarurwald. Zudem kann sich ja eine Urlaubsreise auch durchaus als tückisch präsentieren 😉

 

Johann Wolfgang von Goethes berühmte Italienreise dauerte fast zweieinhalb Jahre und er war die meiste Zeit per Postkutsche unterwegs. Das entfernteste Ziel, welches Goethe schließlich per Schiff erreichte, war Sizilien. Heute ist die gleiche Strecke in rund 23 Stunden mit dem Auto und in rund sechs Stunden inklusive Anreise zum Airport mit dem Flugzeug passe… Wer die italienische Bahn kennt, weiß vermutlich, warum ich da keine Zeiteinschätzung abgebe. Aber dennoch, Reisen war nie so bequem wie heute. Aber wie sieht es mit den Belastungen aus?

 

Was alle modernen Fortbewegungsmittel gemeinsam haben, ist eine Abschirmung von der Umwelt und deren Einflüssen. Dabei denke ich weniger an den Schutz vor Kälte oder Regen, sondern die künstliche Abschirmung gegen das volle Spektrum der Sonnenstrahlen (Licht), abgestandene umgewälzte Luft, die vollgepackt ist mit den unterschiedlichsten Keimen und Erregern, die Entkoppelung vom natürlichen Magnetfeld der Erde, gerne auch Schumann Resonanz genannt, dazu der Aufenthalt in einem Faraday’schen Käfig, heutzutage prall gefüllt mit den unterschiedlichsten elektromagnetischen Feldern, und so weiter. Bei Langstreckenflügen gibt es noch eine massive Beeinträchtigung des circadianen Rhythmus oben drauf. Und im schlimmsten Fall ein paar Gläser Alkohol zu viel… Verpassen sie nicht die nächste Folge des Dauerbrenners: Mitochondrienmassaker im Airbus.

Klingt drastisch, ist es im Extremfall auch, aber kein Grund in Panik auszubrechen, die Haustür zuzumauern und Hygge-Ratgeber auswendig zu lernen. Schließlich gilt wie bei fast allem auch hier das Motto: Die Dosis macht das Gift. Und viele der negativen Effekte des modernen Reisens lassen sich vermeiden oder kompensieren.

 

Nach drei Jahren Recherche und Selbsttests kann ich versprechen: Für manche der Probleme gibt es bereits gute, bekannte Lösungen, manche sind noch nicht allzu weit verbreitet und in anderen Bereichen arbeiten wir an neuartigen Lösungen aus dem KTC LAB.

 

Ab dem nächsten Artikel betrachten wir unterschiedliche Fortbewegungsmittel, deren Vor und Nachteile für den Reisenden und die besten Strategien…